Justizanstalt Eisenstadt – Porträt Anstaltsleiters Faymann
Oberst Ing. Klaus Faymann BA startete seine Justiz-Karriere in der größten österreichischen Justizanstalt, im Landesgericht I (der jetzigen Justizanstalt Wien-Josefstadt) am 17. Oktober 1994.
Nachdem er sich sehr erfolgreich dem Auswahlverfahren für den Justizwachdienst gestellt hatte und in den Justizwachdienst aufgenommen wurde, absolvierte Ing. Klaus Faymann zunächst den Grundkurs für die Justizwache, dann die Grundausbildung für Dienstführende Justizwachebedienstete, bis er schließlich im Jahre 2007 die Ausbildung zum Leitenden Beamten abschließen konnte.

Dekretübergabe nach erfolgter Dienstprüfung zum Leitenden Bediensteten durch den Leitenden Staatsanwalt Dr. Karl DREXLER.
Danach wurde Oberst Ing. Klaus Faymann BA der Justizanstalt Wien – Simmering dienstzugeteilt, dann erfolgte die Zuteilung bzw Ernennung zum Leitenden Beamten in die Justizanstalt Eisenstadt, seiner heutigen Wirkungsstätte. In den Jahren 2016 bis 2018 absolvierte Oberst Ing. Klaus Faymann berufsbegleitend den Fachhochschullehrgang „Polizeiliche Führung“ an der Fachhochschule Wiener Neustadt.
In den Jahren 2010 bis 2015 musste die Justizanstalt Eisenstadt generalsaniert bzw. teilweise neu errichtet werden. Oberst Ing. Klaus Faymann BA, der zu diesem Zeitpunkt Leiter des Wirtschaftsbereiches war, war maßgeblich an der Umsetzung aller Um- bzw. Baumaßnahmen beteiligt. Im Jänner 2024 fand die feierliche Amtseinführung durch Frau Bundesministerin a. D. Dr. in Alma Zadic LL.M. statt.
Amtseinführung am 11. Jänner 2024:v.l.n.r.: Landtagspräsident Robert Hergovich, Hofrat Dr. Harald Lipphart-Kirchmayr, MA, Volksanwältin Gaby Schwarz, BMin a. D. Dr.in Alma Zadic LL.M., Oberst Ing. Klaus Faymann BA, Bürgermeister Mag. Thomas Steiner.
Fragen an den amtierenden Leiter der Justizanstalt Eisenstadt:
Was waren die größten Herausforderungen?
„Mit Sicherheit gehört der Wechsel vom eingeteilten bzw dienstführenden Justizwachebeamten zu einer Führungskraft zu den prägendsten Entwicklungen in meiner Berufskarriere. Der Wechsel in die neue Rolle war sehr spannend aber auch mit vielen Herausforderungen gekoppelt.
Auch der Neubau und die Generalsanierung der Justizanstalt Eisenstadt, im Zuge des Bauprojekts “Justizzentrum Eisenstadt” in der Zeit von 2010 – 2015 war sehr lehrreich aber auch belastend. Eine Baustelle parallel zum Vollbetrieb einer Justizanstalt bringt erhebliches Konfliktpotential mit sich und war per se schon vom Bauumfang sehr arbeitsintensiv. Hinzu kam die einsetzende Migrationsbewegung im Sommer 2015 und die einhergehende “Schlepperwelle”, welche noch bis in das Jahr 2024 in unterschiedlicher Intensität merkbar war.“
Darstellung der Justizanstalt Eisenstadt nach dem erfolgten Umbau in den Jahren 2010 bis 2015
Würden Sie etwas verändern wollen? Wenn ja, was?
„Was meinen persönlichen Werdegang betrifft, so würde ich mit Sicherheit den eingeschlagenen Weg wiederholen.
Was den österreichischen Strafvollzug betrifft, so hat er sich seit meinem Eintritt im Herbst 1994 schon massiv zum Bessern geändert; fordert uns aber durch die an den gesellschaftspolitischen Entwicklungen orientierten Anpassungen erheblich (Stichwort: Maßnahmenvollzug, elektronisch überwachter Hausarrest etc).“
Was bedeutet es für Sie, Leiter einer Justizanstalt, die mit einem massivem Überbelag zu kämpfen hat, zu sein?
„Es ist ein täglicher Kampf um den gesetzlichen Vorgaben ansatzweise gerecht zu werden und es bedarf sehr viel persönlichen Kontakts und Fingerspitzengefühls. Man muss einerseits einen gesetzeskonformen Strafvollzug umsetzen, andererseits aber auch die im erheblichen Maße überbelastete Belegschaft unterstützen und diese zu entlasten versuchen.“




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